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Sommer '08, musikalisch gesehen. E-mail
by Herr Zinner | Woanders | Sunday, 08 June 2008   


In den letzten Monaten waren einige Kapellen sehr fleißig und haben herrliche Musikstücke komponiert. Melodien, die auch bei 30 Grad nicht zerlaufen. Wir stellen fünf von ihnen vor.

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A
b in den Süden, The Ketchup Song und Summer Dreaming haben etwas gemeinsam - sie liegen im Schubfach „Offizielle Sommerhits". Dort hocken auch ihre, auf ein Comeback wartenden, Kollegen, zu denen jährlich mindestens einer hinzu kommt. Eine spannende Sache ist das für so manch einen, zu spekulieren, welches Liedlein es denn in diesem Jahr in die Dauerrotation schafft.

Und so manch ein weiterer verpasst vor lauter lustiger Spekulation, welch‘ elegante Titel noch so dahergelaufen kommen. Drum liegt es jetzt vor euch, das W.net-Sommermixtape 2008. Mit lauter neuer Musik, für euch liebevoll zusammengestellt und wärmstens (bei 30 Grad heißesten) empfohlen. Und, ach ja, vielleicht verratet ihr uns auch, was ihr derzeit so Schönes hört.

Na dann, schon mal Kassette einlegen und los geht's.

01 5 Years Time von Noah And The Whale
Noah And The Whale
Noah And The Whale
Noah hat sich einen musikalischen Walfisch von seiner Arche geholt und kurzerhand die Band „Noah And The Whale" gegründet. Glaubt man ihrem MySpace-Musik-Profil, machen die fünf Nord-Londoner eine Art Post-Grunge Folk. Klingt ein wenig wirr und wesentlich unsympathischer als ihre Melodien selbst. Dabei ist die Kapelle so frisch und unbekannt, dass sie weder einen Wikipedia-Eintrag hat (wohlgemerkt auch keinen englischen), noch eine fertige Band-Website. Das lauschig dahin gepfiffene Lied „5 Years Time" passt dafür um so besser sowohl zum frühsommerlichen Lagerfeuerabend als auch zur Hängematten-Siesta.
Netz: noahandthewhale.com



02 I'll Kill Her von SoKo
Warum haben französische Sängerinnen so einen unglaublich charmantes Stimmchen, wenn sie am maskulinen deutschen Trommelfell kratzen? Wird SoKo auch nicht beantworten können, weil sie vorrübergehend erstmal mit der Beseitigung diverser Personen beschäftigt ist. Dass sie es ernst meint, verspricht sie am Ende von „I'll kill her". Das Musikstück erschien eigentlich schon 2007 und brach dann über Dänemark nach Deutschland ein. Ihr Akzent macht diesen Titel zu einem Ohrenschmaus, der hervorragend mit der „Repeat 1"-Taste handelsüblicher Hifi-Systeme harmoniert. SoKo, die eigentlich Schauspielerin ist und Stéphanie Sokolinski heißt, hatte mit dem Durchbruch nicht gerechnet. In einem Interview, das sie der Zeitschrift Cosmopolitan gab, erzählt sie, dass sie den Titel „I'll kill her" nicht mal für eine Demoversion gut genug finde. Jetzt ist es zu spät und die reizende Newcomerin und Schauspielerin hat sich in eine handvoll Wohnzimmer fest eingesungen. Vielleicht auch bald in einige Sommergärten ...
Netz: sokomusic.com



03 Time To Pretend von MGMT
MGMT
MGMT
Auch wenn der Anfang ein wenig nach experimenteller Musik klingt, hat es das Elektropop-Duo MGMT immerhin schon auf Platz 91 der deutschen Single-Charts geschafft. Doch genau bei jenem Studium der experimentellen Musik lernten sich Andrew Van Wyngarden und Ben Goldwasser kennen. In Betracht dessen, dass germanisch-angehauchte Namen in den USA keine Seltenheit sind, muss man trotzdem hinzufügen, dass jene Bandgründung 2002 in Connecticut stattfand. Bei Auftritten an der Universität in besagtem Staate nannten sie sich „The Management", woraus auch ihr heutiger Kapellentitel „MGMT" abzuleiten ist. „Time To Pretent" handelt im weitesten Sinne von der Frage zum Nutzen des Lebens ist nicht wirklich tanzbar, auch wenn es die elektronische Richtung vermuten ließe. Dafür ist das Stück herrlich laut hörbar.
Netz: whoismgmt.com


04 Bag of Hammers von Thao (Nguyen)
Thao ist eigentlich Japanerin (zumindest soviel Japanerin, wie ein in Deutschland geborener Türke Türke ist), könnte man glatt am Namen erkennen, lebt aber in Amerika und macht dort Musik. Indie-Folk nennt man das wohl, in einer Zeit, in der es keine klar definierten Musikstile mehr geben (darf). Und Thao darf sagen, dass sie Indie-Musik macht, obwohl diese Musik eigentlich fast jedem gefallen dürfte. Das Lied ist nicht experimentell genug, um nur ein kleines Klientel in seinen Bann zu ziehen und manchmal scheppert es auch ganz schön angenehm, so ein bisschen wie der Refrain es schon verrät - "Shake, shake, shake" singt sie nämlich. Thao lebt in San Francisco und hat im Fabruar ihr zweites Album heraus gebracht. Das passt eigentlich immer. Zum Bacon-and-Eggs-Frühstück auf dem Balkon oder zum Nicht-einschlafen-Wollen, wenn man noch etwas Sternegucken möchte.
Netz: thaomusic.com



05Everybody Loves A Junkie von Curbs
Curbs
Curbs
Curbs kommen aus Wien und haben eine Website, die mit ".org.uk" endet. Vielleicht machen sie das, weil sie im Video zu Everybody Loves A Junkie irgendwie britisch dreinschauen. Aber irgendwie auch wie böse, niedliche Clowns. Das kann man nicht so genau sagen. Das Lied ist zumindest so gut, dass es Radiostationen mit einer alternativen Musikfarbe prompt in die Heavy Rotation geschoben haben. Und immerhin ist ihr Musikstück auf Platz sechs der Austrian Indie Charts. Na ja, und auf der Referenzliste steht auch eine Nominierung für den größten österreichischen Musikpreis Amadeus im Jahr 2003 und einem waschechten Adam Green Support 2004 in Salzburg. Wer das Lied nicht mag, der sollte wenigstens bis zum Schlussakkord vorspulen. Den kann man nämlich prima als Jingle in der selbst gemachte Zaubershow für die Geburtstagsfeier im Garten einsetzen. Oder als SMS-Ton.
Netz: curbs.org.uk
Musikvideo kann man auf Dailymotion.com anschauen.



Da fehlt noch was. - Mit Sicherheit. Drum seit so frei und hinterlasst ein Kommentar mit euren Musikvorschlägen für schöne Sommertage und das schönste Sommermixtape.

Fotos: Photocase - Alex-; PR

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  Comments (1)
Written by johnny, on 09.06.2008 19:16
britney spears fehlt nocht ;-) hat die nicht sowas wie comeback gerade?
 
 
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