by Hausmitteilung | Hier | Wednesday, 18 June 2008
Ein Sackerl Ehrungen gab es für die Redaktion in den letzten Tagen. Lassen wir es mal nicht unerwähnt, es war ja wirklich zu schön.
E
s ist sicherlich alles immer irgendwie eine Sache des Geschmackes. Des persönlichen vor allem. Einen guten Geschmack bewiesen aber in den letzten Tagen vor allem die Jugendpresse Deutschland und das Nachrichtenmagazin Der Spiegel.
In Berlin gab's Geld und Blumen für Doktorom und Julia Kluttig.
Machen wir es kurz: WOOLING.net ist zwar nicht das beste freie Jugendmedium in Deutschland. Aber es ist zumindest eines der Besten, wenn man den Obengenannten Glauben schenkt und wir wären blöd, wenn wir es nicht täten. Vergangene Woche etwa wurde unser Haus von der Jugendpresse Deutschland in Kooperation mit dem Deutschen Bundesrat als zweitbeste Schülerzeitung an deutschen Gymnasien ausgezeichnet.
Das ist noch auf die im vergangenen Sommer eingestellte gedruckte WOOLING (hier Ausgabe 2/06) zurückzuführen. Auch wenn es das Heft so nicht mehr gibt: Den Preis haben WOOLING.net-Editor Doktorom und Schreibpark-Mitglied Julia Kluttig mit Dank und Knicks, und einem weinenden Auge der Print-Ausgabe zu Ehren, entgegen genommen. Silberpreis und ein weinendes Auge, Print zu Ehren
Die erste preisgekrönte zensierte Schülerzeitung Deutschlands.
Die Preise überreichte Bundesratspräsident Ole von Beust. Er betonte dabei nochmals, wie wichtig das Engagement der Schülerzeitungsredakteure ist, denn sie seien schließlich das Sprachrohr der Schülerschaft, indem sie über alle Themen, die junge Menschen in ihrem schulischen, regionalen und gesellschaftlichen Umfeld direkt berühren, berichten. Sie sollten Mut haben, Missstände aufzudecken, zu benennen, kritisch zu hinterfragen und dabei kein Blatt vor den Mund nehmen.
Verständlicherweise oder eben auch nicht ist vor allem Schulen diese Haltung ein Dorn im Auge. Der zwei Jahre alte Präsidenzfall der Schülerzeitung "Sophies Welt" (heute "Sophies Unterwelt") zeigte, dass das, trotz eines jugendjournalistisch erstklassigen Blattes, sogar bis zur Zensur führen kann. Schülerzeitungszensur ist trauriger AlltagUnkonstruktiv kritische Bewertungen und Folgemaßnahmen haben auch bei WOOLING und WOOLING.net Spuren hinterlassen, bis hin zur Einstellung der gedruckten Ausgabe. Somit wird der zweite Platz im Wettbewerb der besten gedruckten Schülerzeitungen Deutschlands auch vorerst der letzte bleiben. Und Nummer zwei kann so schön sein: Bereits im vergangenen Jahr zeichnete Der Spiegel WOOLING Print als zweitbeste deutsche Schülerzeitung aus, im Jahr 2001 sogar als beste.
Gänseblümchen aufs Haupt: Herr Linke und Doktorom in Hamburg.
Dennoch sind wir inzwischen einen kleinen großen Schritt weiter und nicht nur für die südlausitzer Provinzialautonomie lesbar, sondern auch für die Metropolen dieser Welt, gerade dort, wo wir uns gerade sehr heimisch fühlen. Ein vielfach diskutiertes Thema erlebte mit dem 1. April diesen Jahres seine gnadenlos konsequente Umsetzung: WOOLING.net mutierte zum breitgefächerten, freien, ehrenamtlichen Jugendprojekt. Zweitbestes Onlineangebot beim Spiegel
Galanter Wandschmuck.
Dass das gar nicht so schlecht ist, meinte am Montagabend auch das Nachrichtenmagazin Der Spiegel und zeichnete WOOLING.NET als zweitbestes Onlinemagazin im Schülerzeitungswettbewerb der Länder aus. In der Laudatio formulierten das Schulspiegel-Redakteurin Carola Padtberg und Spiegel-Online-Chefredakteur Rüdiger Ditz so: "WOOLING.net ist eine moderne, interaktive Site mit Themen nah an den Jugendlichen. [...] WOOLING.NET ist auch die einzige Site, die sich Beiträge auf Englisch traut." Weiterhin wurden die Interaktivität der Seite sowie die Einbindung weiterführender Inhalte gelobt. Punktabzug gab es für Navigation und teilweise irreführendes Wording. Aber in einer sowieso schon ordentlich glattgebügelten Gesellschaft, einer wie der unsrigen, muss ja auch nicht alles von Anfang an glasklar sein.
Übergeben wurde der Preis an die Editors Doktorom und Herr Linke. "Es war ein kunterbuntes Treffen aus idealistischen Medienmachern. So konnten schnell Kontakte geknüpft werden und auch zukünftige Projekte und Kooperationen gesichert werden", betont Herr Linke. Einladung in SOS-Kinderdorf auf dieses JahrDer 17-Jährige WOOLING.net-Macher wird im August auf Einladung des Hermann Gmeiner Fonds ein SOS-Kinderdorf in Rumänien besuchen und dort für den Schulspiegel, SOS Kinderdörfer weltweit und WOOLING.NET recherchieren. Bereits im vergangenen Jahr wurde WOOLING.NET-Editor und -Controller Herr Zinner auf eine SOS-Recherchereise nach Uruguay eingeladen.
Herr Linke bewies bei der Gewinner-Gala nicht nur Geschick für Jugendmedien, sondern auch ein energiegeladenes Tanzbein.
Die vergangenen Tage haben uns und der kleinen großen Welt mal wieder eines gezeigt: Es wird sich stets lohnen, eine Sache durchzuziehen. Idealismus und stetiges Schaffen machen sich bezahlt. Und das Schöne daran: Man kann sie sich nicht nehmen lassen.
Ein Danke den folgenden Parteien: Unseren Lesern, Kritikern und Page-Impressions-Hochtreibern. Und ein Danke an die Veranstalter der beiden Schülerzeitungswettbewerbe. Es sollte einen Schülerzeitungswettbewerb-Wettbewerb geben.
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